Veranstaltungen

Woche des Gedenkens 2018

Auschwitz darf niemals in Vergessenheit geraten

Die Wiederkehr des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar ist Anlass für die Veranstaltungsreihe ‚Woche des Gedenkens‘ im Bezirk Hamburg-Nord gegen das Vergessen und für ein gemeinsames Gedenken an die Opfer des Holocaust und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Diskussionen bis hin zu Inszenierungen, Filmvorführungen und Stadtteilrundgängen beteiligen sich zahlreiche Kultureinrichtungen, Schulen, Bücherhallen, Initiativen und engagierte Bürger.

Die zentrale Feierstunde der Bezirksversammlung findet  im Großen Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Robert-Koch-Straße 17, statt.

Anbei finden Sie Veranstaltungen und Ausstellungen für die Woche des Gedenkens.

Ansprechpartnerin: Doris Kolland, Telefon (040) 428 04 2142, Bezirksversammlung@hamburg-nord.hamburg.de

Veranstaltungen zur Woche des Gedenkens 2018, Auswahl
(Alle Termine demnächst hier im Programmflyer zum Download, pdf-Datei)

Donnerstag, 25. Januar, 10:00
Frauenfrühstück mit kulturellem Beitrag

In der Woche des Gedenkens erzählt uns Ilse Jacob vom Leben und Wirken ihrer Mutter Katharina Jacob im NS-Widerstand und reflektiert über die Auswirkungen auf ihr eigenes Leben.

€ 3,- (ohne Getränke)

Ort/Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Dienstag, 30. Januar 2018, 16 Uhr
Ehrung der Hamburger Widerstandskämpfer

Veranstalter: Gedenkstätte Ernst Thälmann

Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer Bergstr., Nähe Haupteingang Ohlsdorfer Friedhof

Mittwoch 1. Februar, 19:00
Ausstellungseröffnung: Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten 1933-1945
Eröffnungsvortrag, Dr. Holger Martens: Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Widerstand: Biographien, Organisation, Aktivitäten.

Barmbek Basch

Freitag, 2. Februar, 19:00
Resilienz – Ein Film über Hans Gaertner

Der Film wurde an den Originalschauplätzen des Lebens und Leidens Hans Gaertners gedreht. So zeigt er ihn im ehemaligen Ghetto Theresienstadt, im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, im Außenlager Schwarzheide, in seiner Wohnung in Prag und beim damaligen Lebensmittelpunkt der Familie Gaertner in Eppendorf.

Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf und Stadtteilarchiv Eppendorf

Eintritt: frei, Spenden willkommen

Ort: Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Freitag, 2. Februar, 19:00
Stella’s Morgenstern – Beautiful Songs – New & Old Jewish Folk
Konzert

Stella’s Morgenstern sind die Sängerin Stella und der Gitarrist Andreas Hecht. 2 Stimmen, 4 Hände und 12 Instrumente.Das Duo singt Lieder von der Liebe, von Höhenflügen und Glücksgefühlen, von Abschied und Trennung, die das Publikum auf eine Berg- und Talfahrt der Gefühle mitnehmen.

Veranstalter: Kommunalverein Groß Borstel, Freunde des Stavenhagenhauses e.V. und Kirchengemeinde St. Peter.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Kirche St. Peter, Schrödersweg 5, 22453 Hamburg

Samstag, 3. Februar, 20:30
Stella’s Morgenstern
Beautiful Songs – New & Old Jewish Folk: Fünf Jahre – so schnell verfliegt die Zeit!

Copyright: Tobias Gloger

Fünf Jahre unterwegs mit einem Programm, das am privaten Esstisch entstand und weiter wächst und mittlerweile quer durch Europa zu hören ist. Eine Frau, ein Mann, noch ein Mann und manchmal noch einer. Eine Ukulele, ein Banjo, eine Gitarre und manchmal noch ein Cello. Eine Stimme, dann noch eine. So fing alles an.

Stella’s Morgenstern feiert fünfjähriges Jubiläum. Nach wie vor kommen die Lieder von prof*merose (Tel Aviv), landen auf dem Tisch bei Stella, werden mit Andreas Hecht neu- und umarrangiert, geknetet, gebacken und mit einer wachsenden Reihe weiterer Instrumente auf der Bühne serviert.

Unterschiedliche Klänge, Rhythmen und Sprachen, Vielfalt der Launen und Stimmungen. Fünf Jahre – und so frisch!

„Diese Künstler muss man live erleben!“ Dagmar Barber/Badische Zeitung
„Ein wunderbarare Abend im Universum von Stella’s Morgenstern.“ Daniel Gorzalka
„Ein so stimmiges rhythmisches Musikfundament, dass man sich als Zuhörer dem Zauber und der Emotionalität nicht entziehen konnte und wollte.“ Doris Hennies/Cellesche Zeitung.

Mit: Stella: Gesang Autoharp, Ukulele), Andreas Hecht (Gitarren, Lautengitarren, Banjo, Gesang, Perkussion), Matthias Ricardo Müller (Cello), prof*merose (Beautiful Songs)

Veranstalter: Goldbekhaus e.V. | Bühne zum Hof

AK 16,- (ermäßigt 13,-) VVK 13,- (ermäßigt 10,-) € | Vorverkauf www.fair-tix.de/tickets/goldbekhaus-winterhude/

Ort: Goldbekhaus e.V. | Moorfuhrtweg 9 | 22031 Hamburg | www.goldbekhaus.de

Copyright für das Bild: Hockey Neubert.

Sonntag, 4. Februar, 15:00
Zwangsarbeiterbaracken Wilhelm-Raabe-Weg 23

Gedenkveranstaltung zu Ehren des 1944 wegen unterlassener Hilfeleistung verstorbenen niederländischen Zwangsarbeiters Jan Woudstra. Enthüllung einer Gedenktafel. 14 bis 17 Uhr Führungen durch die Ausstellungen.

Veranstalter: Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.

Sonntag, 4. Februar, 16:00 – 18:00 (Ausstellung ab 15:30 Uhr geöffnet)
Lesung und Ausstellung mit klassischer Gitarrenmusik
Lesung von Ruth Stender aus ihrem Buch ‚Gertigstraße 56‘ mit musikalischer Begleitung durch Sascha Nedelko Bem und eine Ausstellung.

Die AnwohnerInnen-Initiative-Jarrestadt besteht seit 2004. Sie hat mitgewirkt bei der biographischen Spurensuche ,Stolpersteine in Winterhude` und hat seitdem in mehreren Ausstellungen Biographien gezeigt und Lesungen durchgeführt.

In der Woche des Gedenkens bietet die Gruppe eine Lesung an und hat dazu die Autorin Ruth Stender sowie den Musiker Sascha Nedelko Bem eingeladen.

Vom politischen Widerstand dreier Brüder gegen den Nationalsozialismus berichtet Ruth Stender, die Tochter des jüngsten Bruders Werner, der durch seine Flucht nach England überlebte. ‚Gertigstrasse 56‘ ist ein berührendes Dokument der Familiengeschichte von Rudolf, Ernst und Werner Stender, das bisher nur auf Englisch erschienen ist. Ruth Stender besucht Hamburg im Februar, um auf die deutsche Veröffentlichung hinzuarbeiten. Für die Lesung wurde ein Teil der Geschichte übersetzt.

Viele Geschichten sind immer noch wenig bekannt, z.B. dass die Verschwörer des 20. Juli in Verbindung zu den Hamburger Kommunisten Bernhard Bästlein und Franz Jacob standen (Stolpersteine Goldbekufer 19 und Jarrestraße 21). Daher werden in einer Ausstellung weitere Personen vorgestellt, die in Winterhude politischen Widerstand geleistet haben.

Weiterlesen: Ruth Stender, Gertigstrasse 56, 2015; Ulrike Sparr, Stolpersteine in Hamburg-Winterhude – Biografische Spurensuche, Landeszentrale für politische Bildung, 2008 oder www.stolpersteine-hamburg.de

Sascha Nedelko Bem hat 2012 seinen künstlerischen Master in klassischer Gitarre an der Hochschule für Musik und Theater abgeschlossen und arbeitet seither als freier Musiker, Instrumentallehrer und Model

VeranstalterInnen: AnwohnerInnen-Initiative-Jarrestadt (Andrea Krieger, Maike Bruchmann, Ingeborg Brusberg, Renate Bunge, Christine Meier, Dr. Uwe Puttfarcken), Kontakt: anwohner-ini-jarrestadt@hamburg.de

Eintritt  frei – Wir freuen uns über kleine und größere Spenden zur Finanzierung der Veranstaltung.

Ort: Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, Bühne zum Hof

Donnerstag, 8. Februar, 11:00 – 13:00
Sonderführungen in der Gedenkstätte Kolafu
mit den Zeitzeuginnen Ilse Jacob und Ursula Suhling

Bereits Ende März 1933 wurden einige Gebäude der Fuhlsbütteler Strafanstalten mit politischen Gegnern des Naziregimes belegt. Der zunächst improvisierten Unterbringung von sogenannten Schutzhaftgefangenen folgte am 4. September 1933 die offizielle Eröffnung dieses Konzentrationslagers als Einrichtung des Strafvollzugsamtes und die Übertragung der Leitung und Bewachung an SA- und SS-Angehörige. Zum 1. Dezember 1933 wurde das Konzentrationslager der Staatspolizei unterstellt. (Quelle Text und Bild: Homepage Gedenkstätte Neuengamme)

Die Führungen sind auch für Schulklassen gut geeignet. Anmeldung erbeten unter: Tel.: 57 14 52 40, Andrea.krieger1@vodafone.de, Teilnahme auch ohne Anmeldung ist möglich.

Veranstalterinnen: VVN BdA Hamburg Nord (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der AntifaschistInnen) und Willi-Bredel-Gesellschaft

Teilnahme frei

Ort: Gedenkstätte Kolafu, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg
(S/U-Bahnhof Ohlsdorf, S1/U1).

Dienstag, 13. Februar, 19:30
Widerstand heute gegen die aktuelle Strategie der Nazis am Beispiel Thor Steinar in Barmbek
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit einer Ausstellung der bisherigen Aktivitäten gegen den Thor Steinar Laden ‘Nordic Company’

Unter dem eher unscheinbaren Namen ‘Nordic Company’ wurde am 3.3.2017 in der Fuhlsbüttler Str. 257 ein Laden eröffnet, in dem Kleidung des Modelabels Thor Steinar verkauft wird. ‘Nordic Company’ gehört zum europaweit tätigen Unternehmen ‘MediaTex GmbH’. Die Hamburger Filiale wird offiziell auch unter Tønsberg Hamburg geführt. Das Perfide: Tønsberg ist ein ehemaliges KZ in Norwegen.

Fragen wie: Was für eine Strategie der Rechten steckt dahinter? Was ist daran gefährlich? Was können wir gemeinsam dagegen tun? wollen wir mit Ihnen diskutieren

Mit der Eröffnung des Ladens sind die antifaschistischen Aktivitäten der Bürger und Bürgerinnen wieder gestiegen, da Barmbek rechte Gewalt, Faschismus und NS-Nostalgie ablehnt. Vielfältige kreative Aktivitäten des Stadtteils, Demonstrationen und Mahnwachen belegen dies. Möglichkeiten mitzumachen, gibt es genug.

Die Barmbeker Ini z.B. führt regelmäßig Mahnwachen gegen den Laden durch, i.d.R. dienstags und donnerstags 17 – 18:30, samstags 11 – 13 Uhr. Die Initiative trifft sich jeden 3. Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr im Bürgerhaus Barmbek. Interessierte sind herzlich willkommen! Kontaktdaten: b.g.r@gmx.n

VeranstalterInnen: Barmbeker Initiative gegen Rechts und Bürgerhaus Barmbek. Mehr Informationen hier.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Bürgerhaus Barmbek, Lorichsstraße 28a

Mittwoch 15. Februar, 19:00 Uhr
Folgevortrag, Dr. Holger Martens: Von der ‚Machtergreifung‘ zum Parteiverbot
Politische Verfolgung der SPD in Hamburg 1933

Parallel zur Ausstellung finden sie in der Bücherhalle Dehnhaide eine Buchausstellung zum diesjährigen Thema ‚Politische Verfolgung in der NS-Zeit‘. Die Titel können vor Ort eingesehen sowie über eine gültige Bücherhallenkarte entliehen werden.

Zur Person: Dr. Holger Martens ist Historiker und stellvertretenden Vorsitzender des Arbeitskreises ehemals Verfolger und inhaftierter Sozialdemokraten und Vorstand der Historiker-Genossenschaft eG. Zudem ist er seit 1984 Mitglied der SPD.

Die Veranstaltungen sind eine Kooperation mit dem Kulturpunkt im Barmbek Basch und der Bücherhalle Dehnhaide.

Eintritt frei

Ort: Barmbek Basch, Wohldorferstraße 30

Freitag, 16. Februar, 20:00
Anna Vishnevska & A Mekhaye
Klezmerkonzert

Mal melancholisch zart, mal mit Feuer zum Tanz – so zeichnet in intensiven Bildern dieses ambitionierte Trio erprobter Hamburger Musiker seine jiddische Musik. Im Gepäck haben sie traditionelle Klezmermusik, mit Spielwitz arrangiert, einfühlsam und ausdrucksstark dargeboten. Ihre Musikalität speist sich aus Erfahrungen in Kammer- und Orchestermusik ebenso wie aus Folk- und Strassenmusik in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Litauen, dem Balkan und Israel.

Taly Almagor (Violine) und Stefan Goreiski (Knopfakkordeon, Gesang, Rezitation) spielen seit dem dem Jiddish Festival 1989 in Krakau zusammen. Maike Spieker (Klarinette, Bassklarinette) kam 2011 beim Yiddish Summer Weimar dazu. 2015 veröffentlichten sie ihre erste CD ‚Friling‘.

Zu Gast: Die Sängerin Anna Vishnevska

Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf und Stadtteilarchiv Eppendorf

€ 15,-/erm. € 10,-

Ort: Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Sonntag, 18. Februar, 13:00
Politische Verfolgung auf dem Dulsberg im 3.Reich

Stolpersteinrundgang mit anschließendem Gedankenaustausch bei heißen Getränken.
Dauer: etwa 2 Stunden

Veranstalterin: Geschichtsgruppe Dulsberg e.V., Dithmarscher Straße 44, 22049 Hamburg, Telefon: 040 – 695 45 9

Teilnahme frei, Spenden erbeten.

Treffpunkt : U-Bahn Alter Teichweg/Nordschleswiger Straße – vor dem Back-Shop

Montag, 19. Februar, 19:00
Lesung: Gerda Ahrens – eine aus Barmbek

Auf der Basis ausführlicher Gespräche, die Dieter Thiele in den 90er Jahren mit Gerda Ahrens (1914-2001) geführt hat, ist das Buch ‚Gerda Ahrens – eine aus Barmbek‘ entstanden. Michael Grill wird aus diesem Buch lesen und aus eigener Zusammenarbeit in den ‘Alternativen Stadtrundfahrten‘ über Gerda Ahrens‘ Leben und Wirken als Hamburger Sozialistin berichten, wobei ihr Widerstand gegen das NS-Regime, die Verhaftung, Folter und der Tod ihres Mannes einen Schwerpunkt bilden werden. Auch über ihr unermüdliches Streben in der Nachkriegszeit, an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern und insbesondere  Kindern und Jugendlichen das Schicksal ihrer Familie und so vieler Gleichgesinnter näherzubringen, wird berichtet werden.

Veranstalter/Ort: Geschichtswerkstatt Barmbek, Wiesendamm 25

Eintritt frei

Dienstag, 20. Februar, 10:00
Lítost – In der Erinnerung
Theater-Film-Performance mit Christiane Maaßen (Schulvorstellung)

copyright: Matthias Christiansen

Ein alter Koffer nimmt Anna mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Diese imaginäre Reise führt sie zu einer jüdischen Frau, die im Konzentrationslager zu überleben versucht. Anna lässt sich auf einen schmerzhaften Erinnerungsprozess ein, um das Schicksal dieser Frau zu begreifen – und entdeckt schließlich eine Kraft, die stärker ist als alle Widerstände: ihr Mitgefühl.

Veranstalter: Stadtteilbüro Dulsberg

Eintritt für Schülerinnen und Schüler frei

Kulturhof Dulsberg, Alter Teichweg 200, Anmeldung erbeten unter Tel. 040 652 80 16

Dienstag, 20. Februar, 20:00
Lítost – In der Erinnerung
Theater-Film-Performance mit Christiane Maaßen

Ein alter Koffer nimmt Anna mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Diese imaginäre Reise führt sie zu einer jüdischen Frau, die im Konzentrationslager zu überleben versucht. Anna lässt sich auf einen schmerzhaften Erinnerungsprozess ein, um das Schicksal dieser Frau zu begreifen – und entdeckt schließlich eine Kraft, die stärker ist als alle Widerstände: ihr Mitgefühl.

Veranstalter: Stadtteilbüro Dulsberg

5,- €/ ermäßigt 3,- €

Kulturhof Dulsberg, Alter Teichweg 200, Anmeldung erbeten unter Tel. 040 652 80 16

Donnerstag, 22. Februar, 19:30
Lesung und Jazz-Konzert
How high the moon – Swingjugend in Wilhelmsburg

Während der Bombenkrieg 1943 über Hamburg tobt, zieht eine Jugendbande durch Wilhelmsburg und hört heimlich Jazz. Sie nennen sich die Pfennigbande und ihr Erkennungszeichen ist ein Pfennig am Jackenaufschlag mit zerkratztem Hakenkreuz. Ihre Art aus der Reihe zu tanzen wird durch Zeitzeugenberichte lebendig. Ein Quintett spielt mit modernen Arrangements Jazzstandards aus der damaligen Zeit.

Anschließend Gespräche mit den Darstellern: Lesung und Gesang/Anke Krahe;  Klavier/Nils Runge; Saxophon/ Paul Kollotzek;  Bass/Frank Gertich;  Schlagzeug/Dorothee Schüler.

Eintritt: 4 €

Ort: ella Kulturhaus Langenhorn

Freitag, 28. Februar, 19:00
Film und Gespräch: Lebendig weitertragen

Der 25minütige Film befasst sich mit der Frage, wie ein Erinnern ohne Zeitzeugen in Zukunft aussehen könnte. Nach der Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit der anwesenden Regisseurin Stefanie Ritter.

Veranstalter: Kulturhaus Eppendorf & Stadtteilarchiv Eppendorf

Eintritt: frei, Spenden willkommen

Ort: Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Donnerstag, 1. März, 19:30
Filmabende in der Gedenkstätte: 1. Teil des Films über Ernst Schneller
Lehrer, Reichstagsabgeordneter, Widerstandkämpfer, Häftling und ermordet im KZ Sachsenhausen.

Gedenkstätte Ernst Thälmann

Freitag, 2. März, 19:30
Filmabende in der Gedenkstätte: 2. Teil des Films über Ernst Schneller.
Lehrer, Reichstagsabgeordneter, Widerstandkämpfer, Häftling und ermordet im KZ Sachsenhausen.

Gedenkstätte Ernst Thälmann

Sonntag, 4. März, 14:00-17:00
Führung durch die Ausstellungen in den Zwangsarbeiterbaracken Wilhelm-Raabe-Weg 23 in den am authentischen Ort erhalten gebliebenen Baracken

Die Ausstellungsthemen: Firmengeschichte Kowahl & Bruns; Leidensweg von Matla Rozenberg, Häftling im KZ Sasel; Niederländischer Zwangsarbeiter spielt beim SC Sperber; Emil Bruns – Kriegsgewinnler und Kriegsverbrecher; Zwangsarbeit in Hamburg 1943 bis 1945.

Veranstalter: Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.

Mittwoch, 21. März, 18:00
Krankenhaus Ochsenzoll: Henny-Schütz-Allee, Haus 25

Stolpersteine am Haus 25: Gedenken an die Kinder, die Opfer der Euthanasie geworden sind. Anschließend Gesprächsrunde mit Margot Löhr im Lütt Café, Käkenflur 16f. Musikalische Begleitung Uwe Levien (Lieder zur Gitarre).

Bitte Blumen mitbringen!

Veranstalter: Kooperationsveranstaltung der Willi-Bredel-Gesellschaft mit Leila e.V.

Samstag, 24. März, 15:00
Zwangsarbeiterstele auf dem IVG Business Park Essener Straße, Langenhorn

Lesung ‚Wir überleben das!‘ mit der Hamburger Schauspielerin Nicole Wellbrock und Lieder zur Gitarre mit Uwe Levien

Bitte Blumen mitbringen!

Veranstalter: Kooperationsveranstaltung der Willi-Bredel-Gesellschaft mit Leila e.V.

Dienstag 27. März, 18:00
Gedenkstätte Kola-Fu, Suhrenkamp 98

Buchvorstellung: ‚Wer waren die 999er? Strafsoldaten in Wehrmachtsuniform –
deportiert vom Hannoverschen Bahnhof‘, mit der Autorin Ursula Suhling. Vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg wurden über 8000 Juden, Sinti und Roma in den Tod geschickt. Von hier wurden aber auch sogenannte Strafsoldaten deportiert. In Hamburg waren das zum Großteil politische Gegner des Faschismus. Viele kehrten nicht aus dem Krieg zurück, unter ihnen auch Ursula Suhlings Vater. Die Autorin wird über ihre Forschungen, während der sie 700 Strafsoldaten ermittelt hat, berichten. Moderation: Dr. Kristina Vagt, Historikerin.

Veranstalter: Kooperationsveranstaltung der Willi-Bredel-Gesellschaft mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ausstellungen zur Woche des Gedenkens 2018, Auswahl
(Alle Termine demnächst hier im Programmflyer zum Download, pdf-Datei)

Dienstag, 16. Januar – Mittwoch, 31. Januar
Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 8:00 – 19:00, Freitag 8:00 – 16:00
Ausstellung: Biographien politisch Verfolgter in der NS-Zeit in Hamburg-Winterhude und eine Gedenktafel für die ermordeten Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten

Die Basis für die Biographien bildet eine Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung unter dem Titel ‚Biographische Spurensuche’, deren Bände bereits für diverse Stadtteile erschienen sind. An der Erstellung des Bandes über Winterhude war die AnwohnerInnen-Initiative-Jarrestadt beteiligt.

VeranstalterInnen: AnwohnerInnen-Initiative-Jarrestadt (Andrea Krieger, Maike Bruchmann, Ingeborg Brusberg, Renate Bunge, Christine Meier, Dr. Uwe Puttfarcken), Kontakt: anwohner-ini-jarrestadt@hamburg.de, Gedenkstätte Ernst Thälmann, Hein Pfohlmann

Eintritt frei

Ort: Foyer Bezirksamt Hamburg-Nord, Kümmelstraße 7, 20249 Hamburg

1. Februar – 28. Februar
Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 10:00 – 18:00 Uhr
Ausstellung: Verfolgung der Sozialdemokraten in Hamburg 

Die Verfolgung der Sozialdemokraten in Hamburg möchten wir zum Gegenstand einer Ausstellung machen. Nachdem wir in den vergangenen Jahren mit Veranstaltungen auf die Verfolgung verschiedener Minderheiten (Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle usw.) aufmerksam gemacht haben, widmen wir uns nun einer Gruppe, die als Volkspartei eher der Mehrheitsgesellschaft angehört. Damit machen wir nicht nur auf ein weiteres wichtiges Kapitel der Verfolgungsgeschichte in der NS-Zeit aufmerksam und ehren viele mutige Menschen, die trotz Verbot und Verfolgung am Ideal einer menschenwürdigen, demokratischen Gesellschaft festgehalten haben, sondern zeigen auch, dass Verfolgung, Diskriminierung und Intoleranz nicht nur vermeintliche Randgruppen treffen kann.

Von 1933 – 1945 wurden systematisch nach und nach die Handlungsmöglichkeiten der SPD eingeschränkt. Auf das Verbot der Parteizeitung „Hamburger Echo“ folgten die Beschlagnahme des Parteivermögens und die Anordnung von Versammlungsverboten bis die SPD als Partei am 22. Juni 1933 reichsweit verboten wurde.

Parallel zur Ausstellung finden sie in der Bücherhalle Dehnhaide eine Buchausstellung zum diesjährigen Thema „Politische Verfolgung in der NS-Zeit“. Die Titel können vor Ort eingesehen sowie über eine gültige Bücherhallenkarte entliehen werden.

Veranstaltungsort: Kulturpunkt im Barmbek Basch, Wohldorferstraße 30 in Kooperation mit der Bücherhalle Dehnhaide

Sonntag, 4. März, 12:00 – 25. März
Ausstellung Widerstand und Verfolgung in Eppendorf

Gedenkstätte Ernst Thälmann